Mit einem „Mord ohne Absicht“ sorgten die Darstellerinnen des Alla-Hopp-Theaters bei den Zuschauern wieder für viel Vergnügen. Foto: Margit Dörr

Zornheim – Das Foyer des romantischen Hotels „Fröhliches Röschen“ war der Schauplatz des dramatischen Geschehens in der Kriminalkomödie „Mord ohne Absicht“, frei nach dem Stück „Frauenpension – oder aus Versehen Mord“ von Jennifer Hülser.

Wieder einmal trieben die acht Schauspielerinnen Ingeborg Seib, Maria Diehl, Christel Jaeger, Elke Tautenhahn, Hiltrud Hollich, Susanne Kolb-Schirmer, Anette Gsimbsl und Regina Christ, den Zuschauern die Lachtränen in die Augen.

Denn in den Wirren rund um den „Mord ohne Absicht“, den die Hotelchefin Agatha an Theo, ihrem Freund und Mann für alles im Hotel, begangen hatte – sie hatte ihm doch nur mit ein paar Fliegenpilzchen einen Denkzettel verpassen wollen, kam es wieder zu komischen Situationen. Da lag die Leiche mal im Teppich aufgerollt mitten im Foyer, mal lief sie suchend, mit Eiszapfen an den Händen, vor Kälte zitternd, umher. Da sorgten Frieda und Anneliese, zwei in Pink gewandete, immer leicht alkoholisierte, herrlich alberne Kegelfreundinnen für Durcheinander. Die einzige, die die Ruhe behielt, war Henriette, die gute Seele des Hauses. Ein leicht überforderter, aber immer gestreng blickenden Kommissar Berti suchte einen Heiratsschwindler. Zum Überfluss erschien auch noch Larissa Lupenrein, eine Detektivin, die eine Heiratsschwindlerin verfolgte. Am Ende verhafteten die die beiden Kriminalisten Amalia von Holdershausen, einen eleganten, aber sehr dubiosen weiblichen Gast, der sich als die Gesuchte entpuppte.

Wie immer war das Stück mit viel Lokalkolorit angereichert, was einen zusätzlichen Reiz ausmachte. Eine weitere Besonderheit ist das ausschließlich weibliche Ensemble. Natürlich müssen einige der Darstellerinnen in Männerkleider schlüpfen – einfach herrlich!

Auch das recht kleine Theater mit nur 60 Sitzplätzen, zu dem der Ratssaal im Gemeindehof jedes Jahr umfunktioniert wird, sorgt für eine besondere Atmosphäre. Kein Wunder, dass alle sieben Aufführungen ausverkauft waren. Auch wenn die vielen Helferinnen und Helfer, die die Theateraufführungen erst möglich machten, nicht auf der Bühne standen, so gebührt ihnen doch ein großes Lob.

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