Bis zum Spätherbst soll der Kita-Anbau samt erweiterter Küche fertig sein. Foto: Helene Braun

Lörzweiler – Die Erweiterung des Kindergartens ist ein großer Schritt für die Gemeinde Lörzweiler. Jetzt schippten Politik und Kinder kräftig Sand für den symbolischen Spatenstich. Im Spätherbst soll alles fertig sein. Danach steht, nicht zum ersten Mal, die Gestaltung des Außengeländes an. „Heute ist ein Tag, dem wir alle lange entgegen gefiebert haben“, sagte Ortsbürgermeister Michael Christ (FWG).

Ute Beye-Mundt, erste Beigeordnete (CDU), nahm Bezug zur Historie, als sie sagte: „Als ich vor zweieinhalb Jahren meinen ersten offiziellen Termin als 1. Beigeordnete in der Kita hatte, wurde ich mit der Nachricht begrüßt, dass die damals insgesamt vier Gruppen nicht ausreichten.“ Kurzfristig wurde eine befristete fünfte Gruppe im Kreativraum der Einrichtung eröffnet. Im letzten September fiel dann die Entscheidung zur baulichen Erweiterung. Erst 2013 war ein Provisorium errichtet worden, das erst in diesem Jahr abgebaut worden ist. Jetzt wird die Kita um drei Gruppen erweitert.

Architekt Martin Plum vom Architekturbüro Plum & Schlemmer in Mainz erklärte die Raumsituation und betonte, man habe viel Geist und Kreativität benötigt, die Kosten im Rahmen zu halten. Insgesamt kostet die Erweiterung 1,1 Millionen Euro, der Kreis gibt 240.00 Euro hinzu, das Land hat Zustimmung zur Förderung signalisiert. Neben dem geplanten Anbau soll auch die Küche erweitert werden. Plum: „Der Bau in Holzbauweise wird eingeschossig mit zwei versetzten Pultdächern.“ Von der Raumhöhe her könne man eine zweite Ebene einbauen. Ein großer Mehrzweckraum, ein Bewegungsraum und ein neuer Personalraum werden im neuen Gebäude entstehen. Den Gruppenräumen zugeordnet werden Schlaf- und Wickelräume. Weiter beteiligt sind die Firmen Wolfgang Sand, Ingenieur-Büro Sand Bodenheim und die Firma Gerharz aus Bad Kreuznach.

„Heute ist ein Freudentag“, sagte auch VG-Bürgermeister Dr. Robert Scheurer. Lange habe es gedauert, bis ein zusätzlicher Bedarf an Kitaplätzen überhaupt anerkannt worden sei. „Wir haben in der Verbandsgemeinde, spätestens seit der Einführung von U3-Plätzen, bis zu 80 Prozent Anmeldequoten und nicht 35 bis 40, wie vom Land zugrunde gelegt.“

Erster Kreisbeigeordneter Adam Schmitt hatte erkannt: „Wir müssen diese Infrastruktur schaffen, auch im Hinblick auf die Neubaugebiete Hahl I und II. Damit hat die Gemeinde Zeichen gesetzt.“

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