Start Finthen Finthen will unbedingt Autobahnanschluss an der Römerquelle

Finthen will unbedingt Autobahnanschluss an der Römerquelle

Finthen – Mit der alleinigen Entlastung des Finther Ortskerns sei eine übergeordnete Funktionalität eines Autobahnanschlusses für die Römerquelle nicht gegeben. So lautete 30 Jahre lang die Begründung der Verwaltung. Genauso lange forderte der Ortsbeirat diesen Anschluss, genauso lange wurde er abgelehnt. Zum erneuten CDU-Antrag in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates sagte CDU-Fraktionssprecher Willy Wagner: „Das Argument war vor 20 Jahren vielleicht richtig – heute aber nicht mehr.“ Im Januar habe Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) auf der Achse Kurmainzstraße/Flugplatzstraße für die Kreuzung Katzenberg die Fahrzeugbewegungen mit 25.000 Kfz/24h beziffert (wir berichteten). Die Zahl der Römerquellen-Bewohner hat sich bis heute verdreifacht. Der Antrag fand sofort die Zustimmung aller Fraktionen, so dass Wagner anbot, einen gemeinsamen Antrag daraus zu formulieren. Auch diesen Vorschlag nahm das Gremium einstimmig an. So soll die Verwaltung „mit allen Mitteln“ darauf hinwirken, dass dieser Autobahnanschluss realisiert werde.

Was Manfred Mahle (SPD) auffiel, ist: Im Naturschutzgebiet Höllenberg am Abzweig Hauweg in Richtung Bezirkssportanlage wurde ein Feld mit Erde so stark aufgefüllt, dass sich auf dem Weg eine Mulde bildet. Es sammelt sich Wasser, der Weg ist für Radfahrer unpassierbar geworden. Nun soll die Stadt das Radwegenetz um Finthen wieder in Ordnung bringen. Mahle: „Die Frage ist doch, darf man ein Feld im Naturschutzgebiet so stark mit Erde auffüllen?“ Ortsvorsteher Herbert Schäfer (CDU) meinte nein.

Manfred Mahle machte auch auf die Verkehrssituation in der Waldthausenstraße auf Höhe „Am Königsborn“ aufmerksam, wo eine kleine Insel als Querungshilfe für Schüler eingerichtet ist. „Es ist für die Busfahrer kaum möglich, da rumzukommen, denen muss jedes Mal der Schweiß auf der Stirn stehen“, so Mahle. Schäfer meinte, man müsse die Insel für die Schulwegsicherheit belassen, könne aber seitlich zum Königsborn die Straße noch etwas verbreitern. „Da muss etwas geschehen“, so Schäfer.

Dietmar Bittner gefällt nicht, dass es keine Tempo-30-Zone auf der Landesstraße 419 an der Waldorf-Kita gibt. „Die Kinder sind fünf, sechs Meter von der Straße entfernt, mehr nicht“, warnte Bittner.

Mittlerweile kommen auch Bürger in die Einwohnerfragestunde zum Thema Haltestelle der Linie 71 in der Poststraße (wir berichteten). Die Busse parken oft für längere Zeit teils auf dem Gehweg. Behinderte mit Rollstühlen oder Eltern mit Kinderwagen kommen nicht mehr durch. Weiter sei die Zufahrt in Richtung Florian-Geyer-Straße oder – von dort kommend – in die Poststraße, nahezu unmöglich. Die Verwaltung will nun tätig werden.

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