Änderungen die Schulwegsicherheit betreffend sind auch am Zebrastreifen Marktplatz/Pfarrer Goedecker-Straße vorgesehen, um die Sichtbeziehungen zu verbessern. Foto: Helene Braun

Laubenheim – In einer gemeinsamen Resolution der Fraktionen forderte der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung Stadtverwaltung und Stadtrat auf, sich hinsichtlich der Wasserversorgung an die im Auseinandersetzungsvertrag von 1969 getroffenen Verpflichtungen zu halten. 2016 hatte der Ortsbeirat einstimmig die weitere Wasserversorgung durch die Wasserversorgung Rheinhessen gefordert. Dieser Beschluss habe Gültigkeit, da der 1969er Vertrag noch immer gelte und der Ortsbezirk, vertreten durch den Ortsbeirat, als Rechtsnachfolger der ehemaligen Gemeinde befugt sei, die im Auseinandersetzungsvertrag von einst festgelegten Rechte für die Bürger durchzusetzen.

Dass das Wasser aus der Leitung in Laubenheim aus Bodenheim kommt, ist dem Ortsbeirat so wichtig, dass er sogar rechtliche Schritte erwägen will. In der Sitzung zog das Gremium den Tagesordnungspunkt mit einer gemeinsamen Resolution sogar den Berichten aus der Verwaltung, dem Wirtschaftsbetrieb und der MVG vor. Der ehrenamtliche Stadtteilhelfer Horst Hünerkopf, der sich der Sache angenommen hat, hatte sich rechtlich kundig gemacht und die Resolution aufgesetzt, die zur Abstimmung kam und ausschließlich Befürworter aus dem Gremium fand. Zudem machte Hünerkopf klar, dass der vom Landgericht angeregte Vergleich zwischen der Stadt Mainz und der Wasserversorgung Rheinhessen ohne die Zustimmung des Ortsbeirates keine Gültigkeit erlangen könne.

Es wurde vorgeschlagen, dass die Stadt sich mit Ortsvorsteher, Fraktionsmitgliedern und Horst Hünerkopf besprechen solle, um eine vertragskonforme Lösung zu finden. Geschehe dies nicht bis zum 7. April, wolle man sich rechtliche Schritte vorbehalten.

Der tragische Unfall in Gonsenheim, bei dem ein Schüler zu Tode kam, hat die Stadtverwaltung veranlasst, die Schulwegsicherheit nicht nur in Gonsenheim auf den Prüfstand zu stellen. Ein Konzept, wie man in Laubenheim vorgehen wolle, stellte Christian Kron vom Stadtplanungsamt vor. So sei die Verlängerung der Sperrfläche vor dem Zebrastreifen auf Höhe Rewe-Markt Oppenheimer Straße bereits umgesetzt. Der bislang östlich der Einmündung Im Brühl gelegene Fußgängerüberweg wird vor das ehemalige Floristikgeschäft (jetzt Friseursalon) verlagert. Änderungen sind auch am Zebrastreifen Marktplatz/Pfarrer Goedecker-Straße vorgesehen, um die Sichtbeziehungen zu verbessern. Dazu kommen die Vergrößerung des Aufstellbereichs an der Anforderungsampel Pfarrer-Goedecker-Straße, der Einbau einer Querungshilfe im Bornberg/Im Dorfgraben und eine Temporeduzierung und mittelfristige Gehwegverbreiterung im Engstellenbereich der Hans-Zöller-Straße. Man geht von einer Umsetzung bis zur Sommerpause aus.

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Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.