Die Kostheimer Maaraue mit ihren vielen Vereinen und Freizeitmöglichkeiten ist im Landschaftsplan als Landschaftsschutzgebiet gekennzeichnet. Foto: Oliver Gehrig

AKK – Seit 2002 gibt es einen Wiesbadener Landschaftsplan, in der auch die AKK-Region enthalten ist. Über die jüngste Fortschreibung des Plans informierten Dagmar Ringsdorf und Annegret Uhlich vom Umweltamt jetzt die drei AKK-Ortsbeiräte. Der neue Landschaftsplan enthält die neuesten Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes, ein großzügiges Informationssystem und eine breite Bürgerbeteiligung wie etwa eine Beteiligungsplattform im Internet. „Alle Bürger und Ortsbeiräte konnten ihre Einwände einbringen“, erläuterte Ringsdorf. Schwerpunkte sind der Arten- und Biotopschutz plus Klimakarte, die Inhalte werden über den Flächennutzungsplan behördenverbindlich.

Die von Rhein und Main eingerahmte AKK-Region ist im Landschaftsplan als attraktive Kulturlandschaft mit einer Mischung aus Streuobstwiesen, Gehölzen und Gärten gekennzeichnet, die allerdings von zahlreichen Verkehrsstraßen unterbrochen wird. Wichtigste Grünflächen sind das Landschaftsschutzgebiet Kostheimer Maaraue mit seinen vielen Vereinen und Freizeitmöglichkeiten sowie das Kasteler Biotop Petersberg mit seinem Tierpark und dem Pflanzenpark Cyperus. „Die Landwirtschaft hat in Kastel und Kostheim, der Weinbau in Kostheim eine besondere Bedeutung“, erklärte Uhlich. „Das trägt zur besonderen Attraktivität der Stadtteile bei.“ Besonders hochwertige Flächen für Natur und Landschaft sind neben der Maaraue die Kostheimer Mainauen mit ihren intakten Uferbereichen und die vier Bäche in AKK: der Königsfloßbach, der Ochsenbrunnenbach, der Käsbach und der Bruchbach. „Eine Aufwertung wäre wünschenswert in den Bereichen, in denen der Bach nicht mehr vorhanden ist“, forderte Uhlich. „Die Bäche sollen erlebbar werden und Raum bekommen.“

Hochwertige Gehölze gibt es auch auf der Amöneburger Deponie, entlang der Steinern Straße in Kostheim und auf der Garten- und Freifläche Berstädter Grabenweg in Kastel. Weitere wichtige Grünflächen zur Erholung sind der Hesslerhof in Amöneburg und das Kasteler Rheinufer an der Reduit. Im Landschaftsplan enthalten sind auch angedachte Neubauprojekte wie das Linde-Quartier in Kostheim und die amerikanischen Flächen in Kastel, die vor der Umwandlung stehen.

Der Landschaftsplan soll alle 10 bis 15 Jahre fortgeschrieben werden und ist im Internet unter www.wiesbaden.de abrufbar.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.