Amöneburg erhält sieben neue Schaukästen, teilte Ortsvorsteher Rainer Meier jetzt im Ortsbeirat mit. Foto: Oliver Gehrig

Amöneburg – Eine Bereicherung für Amöneburg sind die sieben neuen Schaukästen, die im Laufe des Jahres an der Ecke Dyckerhoffstraße und Melanchthonstraße errichtet werden. Das Konzept stellte Ortsvorsteher Rainer Meier (SPD) jetzt im Ortsbeirat vor, der auf einstimmigen Beschluss der Fraktionen die Kosten von maximal 4000 Euro trägt. Nach einem Vorab-Gespräch des Ortsvorstehers mit der Firma Dyckerhoff ist klar, dass das Unternehmen kostenlos den Bau der Unterkonstruktion und die Montage übernimmt.

In den sieben Schaukästen sollen sich die drei Amöneburger Vereine, nämlich der Turnverein, die Paddlergilde und die Sportvereinigung, sowie die drei Parteien SPD, CDU und FDP sowie nicht zuletzt der Ortsbeirat präsentieren können. Die sieben Schaukästen bestehen aus Aluminium und hochwertigem Glas, haben eine Fläche von je 800 mal 800 Zentimeter und bieten Platz für je vier DIN-A4-Blätter. „Diese Schaukästen sollen ein Anlaufpunkt für die Amöneburger Bürger werden, um zu sehen, was es Neues gibt“, erläuterte Meier. „Wir müssen aber auch Leben reinbringen und die Nachrichten regelmäßig austauschen.“ Eine zusätzliche Beleuchtung koste jeweils 200 Euro plus Strom.

Weiteres Thema im Ortsbeirat war die marode Steinplatte am Ehrenmal. „Wenn wir dort etwas abschrauben, haben wir nur noch Steine in der Hand“, erklärte Meier. „Wir brauchen eine komplett neue Tafel.“ In diese Tafel soll die benachbarte Tafel des Turnvereins mit den Namen der Gefallenen integriert werden. Bezüglich der zu erwartenden Kosten von 5000 bis 8000 Euro will der Ortsvorsteher beim Denkmalschutz wegen möglicher Zuschüsse nachfragen und sich einen Kostenvoranschlag bei einem Steinmetz einholen. „Es wird schwierig, etwas zu ändern, denn solche Tafeln entsprechen nicht mehr der heutigen Zeit“, bemerkte Jutta O’Such, die stellvertretende Leiterin der Ortsverwaltung. Um die Arbeiten kostengünstiger zu gestalten, will der Ortsbeirat zusätzlich bei der IHK anfragen, ob es Betriebe gibt, die Lehrlinge zur Verfügung stellen.

Auch der Spielplatz in der Hilgersstraße beschäftigte den Ortsbeirat, da er täglich von bis zu zwölf Hundebesitzern als Hundetoilette missbraucht werde. Der Ortsvorsteher will bei der Wohnbau nach einer Beschilderung fragen. „Wir müssen über eine Einzäunung nachdenken“, forderte Jutta O’Such. Am Kauf eines 65.400 Euro teuren Motorrettungsbootes der DLRG-Kreisgruppe Rhein-Main beteiligt sich der Ortsbeirat mit 500 Euro.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.