Michael Ebling, Marianne Grosse, Kurt Merkator und Eckart Lensch (von links) nach der Nominierung. Foto: red

MAINZ – Die SPD schlägt den bisherigen Fraktionsvorsitzenden Eckart Lensch als neuen Sozialdezernenten vor. Er soll Nachfolger von Kurt Merkator werden, der sein Amt aus Altersgründen zum 30. Juni aufgibt. Die bisherige Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse soll für eine zweite Amtszeit bestätigt werden.

Zuvor hatte der SPD-Vorsitzende und Oberbürgermeister Michael Ebling die beiden Personalvorschläge begründet, die eine Findungskommission erarbeitet hatte. Lensch bringe als leitender Arzt einer großen Klinik wichtige Erfahrungen mit. Gleichzeitig verfüge er als Fraktionsvorsitzender über umfangreiche kommunalpolitische Kenntnisse. Grosse habe in Mainz wichtige Bauvorhaben voran gebracht, und sie stehe für eine sozialdemokratisch geprägte Kulturpolitik.

Lensch bezeichnete Wohnen, Bildung und Arbeit als drei Schwerpunkte seiner politischen Tätigkeit. Mit Blick auf die Wohnungsbaupolitik verwies er darauf, dass die städtische „Wohnbau“ wieder ein handlungsstarkes Unternehmen sei. Diese Position müsse sie behalten. Um größere Chancengleichheit herzustellen, sei gute Bildung unerlässlich, so Lensch weiter. In der Sozialpolitik müsse der Ausgrenzung begegnet werden.

Auch Grosse setzte sich ausführlich mit dem Wohnungsbau auseinander. In den vergangenen Jahren habe die Stadt Mainz viel erreicht, jedoch müsse dieser Weg fortgesetzt werden. Sie verwies auf das Heilig-Kreuz-Areal als zukünftigem Baugebiet. Auch für Studierende habe sich die Wohnungssituation in der Hochschulstadt Mainz „gravierend verbessert“. Im Bereich der Kulturpolitik hob Grosse das Gutenberg-Museum und das Naturhistorische Museum hervor. „Noch nie waren die beiden Museen inhaltlich und baulich so gut aufgestellt“, erklärte sie.

Die Wahl der Dezernenten findet voraussichtlich im Mai 2017 im Stadtrat statt.

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