Ministerin Höfken startete per App das neue Blockheizkraftwerk. Foto: Kilian Schwarz

BUDENHEIM – In kaum einem anderen Staat wird für Strom so viel Geld aufgewendet wie in Deutschland. Allein im Vergleich mit unserem europäischen Nachbarn Frankreich zahlen deutsche Unternehmen rund 20 bis 30 Prozent mehr. Der Chemiespezialist Budenheim hat mit dem Bau eines Blockheizkraftwerks (BHKW) am Standort in Deutschland einen Weg gefunden, den Einfluss des Strompreises auf die Produktionskosten besser zu steuern.

Auch bei hohen Erstinvestitionen setzt Budenheim dauerhaft auf nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit unserer Umwelt. Nach einjähriger Bauphase weihte Umwelt- und Energieministerin Ulrike Höfken jetzt das BHKW ein. Mit nur einem Klick startet sich der 25 Tonnen schwere Motor des Kraftwerks via Smartphone-App.

„Budenheim ist ein Beispiel dafür, wie die chemische Industrie die Ziele der Energiewende unterstützt. Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen wie dieses BHKW können flexibel Strom und Wärme erzeugen und so hocheffizient Energie bereitstellen. Das Unternehmen zeigt, dass Klimaschutz und Industrie Hand in Hand gehen und bekennt sich als internationaler Chemiespezialist zum Standort Rheinland-Pfalz“, erklärte Höfken.

Das Unternehmen verbraucht mit dem BHKW zwar nicht weniger Energie, doch nutzt es diese effizienter. „Wir erreichen eine Energieausbeute bis zu 80 Prozent, was im Vergleich zum Wirkungsgrad eines üblichen Kraftwerks mit nur etwa 43 Prozent beachtlich ist.“

Teilen