Karin Trautwein, Ortsvorsteherin von Hartenberg-Münchfeld. Foto: Oliver Gehrig

Hartenberg-Münchfeld – Wegen seiner Innenstadtnähe ist der Stadtteil Hartenberg-Münchfeld auch weiter ein bevorzugtes Wohngebiet. Weniger Einzelhäuser, dafür aber umso mehr Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Neubauten im Stadtteil und die damit verbundene Nachverdichtung hat Ortsvorsteherin Karin Trautwein (CDU) besonders im Fokus.

Sie denkt etwa an das ehemalige Kloster Obladen in der Straße Am Judensand, das abgerissen wird und einer Neubebauung weicht. Anstelle des roten Klinkerbaus entstehen rund 150 neue Wohneinheiten. Rund 200 weitere Wohneinheiten baut die Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) auf dem Areal der früheren Peter-Jordan-Schule am Ende der Straße Am Judensand in Nähe des Hartenbergparks. „Ein großes Problem ist hier die Verkehrsfrage“, betont Ortsvorsteherin Trautwein. „Vor allem, wenn während der Schulzeiten die Berufsschüler der BBS dazukommen.“  Auch die Nahversorgung müsse ausgebaut werden. Bisher gibt es nur einen Normamarkt in der Jakob-Steffan-Straße. Trautwein: „Man kann nicht ernsthaft erwarten, dass alle Neubürger zum King-Park-Center fahren oder laufen.“

Ein weiteres Thema ist die Zukunft der Ortsverwaltung. Gerade einmal eine halbe Arbeitsstelle ist für die Anliegen der 17.500 Einwohner von HaMü in der Ortsverwaltung vorgesehen – und diese ist derzeit vakant, da die alte Arbeitskraft zum Ende des alten Jahres gekündigt hatte. Zurzeit stehen nur Aushilfen zur Verfügung, ab März soll eine neue Arbeitskraft eingearbeitet werden. „Wir hoffen sehr, dass wir zur Osterzeit wieder eine halbe Stelle haben“, betont die Ortsvorsteherin im Namen des Ortsbeirates. „Wir haben noch immer dieses Trauma vor drei Jahren im Hinterkopf, als die Stadtspitze mit der Schließung der Ortsverwaltung geliebäugelt hat.“

Gut angenommen wird das altengerechte und behindertengerechte Wohnen, das die Wohnbau im ehemaligen Cavalier Fort Holstein verwirklicht hat. Im Sommer 2016 war die Einweihung (wir berichteten). „Es soll ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Bewohnern entstehen“, betont Karin Trautwein. Probleme bereitet noch der neue MVG-Fahrplan. So ist Gonsenheim für die Bewohner des Hartenbergs nicht mehr direkt erreichbar. Sie müssen an der Universität umsteigen. Außerdem ist die Fußgängerbrücke am Friedrich-von-Pfeiffer-Weg noch nicht behindertengerecht umgebaut. Die Arbeiten sollen im Frühjahr abgeschlossen werden.

Am zweiten Juli-Wochenende feiert der Stadtteil sein Fest „25 Jahre HaMü“ auf dem Parkplatz des Bruchwegstadions. Nach Vorbild des Bretzenheimer Brezelfestes gibt es erstmals am Freitag einen gemütlichen Abend. Das Hauptprogramm ist am Samstag, und am Sonntag folgen das Frühstück der Haubinger und das Würfelturnier.

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