Auch das Fahrrad – hier eine Szene eines Radrennens in der früheren Mainzer Stadthalle – ist Thema der Vortragsreihe. Foto: Albert Weis

Die Vortragsreihe des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz (IGL) widmet sich in vier Einzelvorträgen dem Thema „Sportgeschichte(n) in Rheinland-Pfalz“.

Im Sport spiegeln sich immer auch gesellschaftliche, politische und kulturelle Entwicklungen. Die Gründungsjahre des Mainzer Turnvereins etwa markieren eine politische Umbruchszeit und für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmende Politisierung der Turnerschaft. Sport diente daher immer auch als Instrument der Selbstinszenierung oder aber der Integration sowie der Ausgrenzung, etwa mit Blick auf die Rolle der Frau im Sport oder den systematischen Ausschluss jüdischer Sportler während der Zeit des Nationalsozialismus.

Die Veranstaltungen finden im Haus am Dom statt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Vorträge im Überblick: 28. März: Amerikanische Besatzung und Kulturtransfer. Die Beispiele Baseball und Boxen; 25. April: Sport in der Zwischenkriegszeit – eine Skizze; 2. Mai: 
Mainz 05 im Dritten Reich. Die Geschichte einer gescheiterten Gleichschaltung; 9. Mai: 2017 – Das Fahrrad wird 200 Jahre alt. Zur Geschichte des Fahrrads und des Radsports in Mainz und Rheinhessen.

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