Stadtbürgermeister Marcus Held, Erika Gradinger, Anita Broghammer-Conrads (v. re.) mit den Teilnehmer der Führung. Foto: Christopher Mühleck

Zahlreiche Anwohner und Bürger sowie ehemalige Angestellte verschafften sich einen letzten Einblick in das im Abriss befindliche „Gradinger-Gebäude“. Dazu hatten Stadtbürgermeister Marcus Held und die Stadt eingeladen. Dort ist bezahlbarer Wohnraum vorgesehen. Aktuell würden Detailpläne ausgearbeitet.

Architektin Anita Broghammer-Conrads führte durch das Gebäude, dessen Abriss sich dem Ende neigt. „Wir sind sehr froh über den großen Zuspruch zu den Baustellenführungen, mit denen wir größtmögliche Transparenz für alle Interessierten geschaffen haben. Denn mit dem Gebäude fällt nicht nur ein ehemaliges Aushängeschild der Stadt, sondern auch ein geschichtsträchtiges Wahrzeichen“, erklärte Held.
Durch die vergangenen 70 Jahre war das Gebäude immer wieder verschieden genutzt worden. So zum Beispiel als Weberei in den 50er Jahren, als Brennerei der Mariacron, Kindergarten oder gar als Lebensmittelversorgungslager der Wehrmacht für die Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs. Ab Januar 1980 wurde es dann zum Zuhause des bekannten Möbelhauses unter Chef Horst Gradinger, dessen Witwe Erika die Führungen mit ihrem Wissen bereicherte. „Es ist ein bisschen wie heimkommen. Ich habe nämlich beim Umzug der Weberei 1955 mitgeholfen und noch bis 1957 dort gearbeitet“, freute sich Rudi Schindel.

Der Dexheimer Pensionär konnte auch das Rätsel um einen zugemauerten Raum mit alter Turbine aufklären, der während der Abrissarbeiten gefunden wurde: „Es handelte sich um die Turbine der einstigen Klimaanlage.“

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