Die „Kultur-Stiftung Gi-Gu“ ist aus der Taufe gehoben. Ehrenbürgermeister Richard von Neumann und Jutta Westhäuser unterzeichnen die Satzung. Foto: Ralph Keim

Ginsheim-Gustavsburg – Das kulturelle Leben der Stadt hat ein wichtiges Förderinstrument bekommen: Mit 66 900 Euro Grundkapital geht die „Kultur-Stiftung Gi-Gu“ an den Start. 25 Bürger sowie sechs Unternehmen und Institutionen gehören zum Kreis, die im Vorfeld die entsprechenden schriftlichen Stiftungszusagen gegeben haben und die Stiftung aus der Taufe hoben.
Ehrenbürgermeister Richard von Neumann, einer der Motoren der Stiftungsgründung, bekräftigte noch einmal, dass die Stiftung nicht dazu beitragen werde, die Stadt und die Politik aus ihrer finanziellen Verantwortung zu entlassen. „Wir haben mit den Burg-Lichtspielen in Gustavsburg eine wunderbare Spielstätte, die zurzeit viel zu selten genutzt werden“, kritisierte von Neumann indirekt die von Freien Wählern, CDU und FDP vorangetriebene Sparmaßnahmen, von denen auch die Kulturangebote der Stadt betroffen sind.
Wie bei Stiftungen üblich, schüttet auch die „Kultur-Stiftung Gi-Gu“ nur die Erträge des Kapitals aus. Allerdings sind auch Spenden möglich, die direkt in Projekte oder Veranstaltungen fließen. Diese Spenden können zudem zweckgebunden sein. Weiterhin möglich sind Stifterdarlehen. Dabei stellt der Stifter sein Geld zeitlich befristet zur Verfügung. Die Stiftung profitiert in dieser Zeit von den Erträgen, muss das Geld allerdings zurückzahlen. Auch diese Darlehen können zweckgebunden sein.
Profitieren von der Stiftung sollen unter anderem die freie Theaterszene, die Kleinkunstszene, Chöre, das Heimatmuseum und andere Einrichtungen. Gefördert werden sollen Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und weitere kulturelle Angebote. Da das Geld jetzt erst angelegt werden kann, wird es allerdings noch dauern, bis die ersten Fördermittel fließen.
Weitere Informationen zur Stiftung gibt es www.kulturstiftung-gigu.de und 06134/6019488.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“