Tobias Schmitz, Dieter Steffan, Armin Bork, Günter Brück und Franz-Josef Thümes (v. li.) sind zufrieden mit dem Jahr 2016. Foto: Helene Braun

Mainz – Die Botschaft, die Armin Bork bei seiner ersten Bilanz-Pressekonferenz als Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms verkündete, war klar: „Das Jahr ist für uns sehr zufriedenstellend verlaufen.“ Das Institut hat dem allgemeinen Negativtrend im Bankensektor getrotzt.

„Wären wir weiterhin in Worms, Alzey und Gonsenheim jeweils selbständig, hätten wir im Gesamten gesehen keine Chance auf ein solches Ergebnis gehabt“, so Bork. Man habe sich so auch für ein paar eher unpopuläre Maßnahmen entscheiden müssen, zum Beispiel einige Filialschließungen oder Umwandlungen von Geschäftsstellen zu SB-Filialen. Fest stehe aber: Man will den Kunden weiterhin ein Partner in der Fläche sein „Das unterscheidet uns von den Direktbanken, gegen die wir einen Preiskampf nicht gewinnen können.“

Zur Digitalisierung sprach Vorstandskollege Dieter Steffan: Kunden können z.B. per VR-Banking App viele Geschäfte bequem und sicher mit dem Smartphone erledigen, sie können durch Abfotografieren Rechnungen überweisen, sie können Geld mit einer Funktion, ähnlich „What‘s App“, direkt vom Sender zum Empfänger transferieren, am Automaten ohne Karte abheben und vieles mehr. Hierbei sprach er besonders den Sicherheitsaspekt an, der mit dem institutseigenen Schutz-System „VR-Secure Go“ gewährleistet sei.

Zu den Zahlen: Die Bilanzsumme erhöhte sich um 149,2 Mio. Euro auf 3.358,0 TEuro. Vor allem mit der Entwicklung im Kreditgeschäft zeigte sich Vorstandsmitglied Tobias Schmitz sehr zufrieden. Die bilanziellen Kundenforderungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 6,2 % oder rd. 148 Mio. Euro erhöht. Zusammen mit den an die Verbundpartner vermittelten Kredite beläuft sich das Gesamtvolumen auf 2,99 Mrd. Euro. Wie sein Kollege Günter Brück erläuterte, ist der Zuwachs der Kundengelder von 120 Mio. Euro fast ausschließlich im kurzfristigen Bereich, insbesondere auf den Geldmarktkonten, zu verzeichnen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Mio. auf 40,9 Mio. Euro. Damit gehöre man wir zu den ertragsstärksten Genossenschaftsbanken im Land.

Armin Borks Fazit für das Geschäftsjahr 2016: „Wir würden das gute Ergebnis gerne konservieren, allerdings dürfen wir mit solchen Ergebnissen in den kommenden Jahren nicht rechnen. Der Trend geht in die andere Richtung.“

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