Mainz-Altstadt

Die Altstadt von Mainz zählt mit einer Fläche von lediglich 2,4 Quadratkilometern zu den flächenmäßg kleinsten Stadtteilen. Dahingegen gibt es hier jedoch die zweithöchste Bevölkerungsdichte, die mit der Nähe zum Rhein und zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten zusammenhängt. Der Stadtbezirk grenzt im Norden an die Neustadt, im Südosten an ein kleines Stück von Weisenau. Im Westen und Süden ist die Altstadt von der Oberstadt umgeben, im Westen fließt der Rhein. Der Bezirk entstand im Jahr 1989, als die so genannte einstige Mainzer Innenstadt in Altstadt, Neustadt, Hartenberg-Münchfeld und Oberstadt unterteilt wurde.

Das Einwohnermelderegister zählt für die Mainzer Altstadt eine Einwohnerzahl von insgesamt 17.689 (Stand 30.09.2016). Davon sind 3.248 ausländische Mitbürger und 2.150 Deutsche mit Migrationshintergrund, was einem Anteil von 30,52 Prozent entspricht. Neben Deutschen leben hier überwiegend Türken, Italiener und Kroaten (Stand 11.02.1016).

Die Altstadt wird bereits seit 2012 grün regiert. Brian Huck vom Bündnis 90/Die Grünen lenkt hier die Geschicke. Vor 2012 stellte die SPD den Ortsvorsteher.

In der Altstadt sitzen Unternehmen wie DB Schenker, die Gutenberg-Gesellschaft und die mediaman Gesellschaft für Kommunikation mbH. Daneben finden sich dort zahlreiche Firmen aus den Bereichen Steuerberatung, Gestaltung, Unternehmensentwicklung und Consulting. Im Einkaufsviertel „Am Brand“ sowie in der „Römerpassage“ findet man populäre Modemarken, während sich in der historischen Augustinerstraße vor allem Boutiquen aneinander reihen.

Auf dem Gutenbergplatz der Mainzer Altstadt ist das Staatstheater ansässig, welches seine Besucher ganzjährig mit unterschiedlichen Stücken begeistert. Viele Formen der Kleinkunst, z.B. Kabarett, Chancon und Comedy, werden im Unterhaus dargebracht. Wer es närrisch mag, dem sei der alljährlich stattfindende Rosenmontagszug empfohlen. Für Sportbegeisterte findet in der Altstadt jedes Jahr der Gutenberg-Marathon statt. Zahlreiche Feste sorgen für Abwechslung im Stadtleben. Zu den wichtigsten zählen der Mainzer Rheinfrühling im April, das Johannisfest im Juni und der Weihnachtsmarkt – natürlich im Dezember. Auf dem Wochenmarkt am Dom bieten dreimal wöchentlich Händler aus der Region ihre Produkte an – besonders gut frequentiert an den Samstagen von März bis November, wenn hier das von den Mainzer Winzern unterstützte Marktfrühstück stattfindet. Unzählige Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein.

Folgende Vereine sind in der Altstadt ansässig:

  • Chor der katholischen Gemeinde St. Ignaz
  • Dombauverein Mainz e.V.
  • Förderverein Ganztagsschule Ludwig-Schwamb-Schule – Grund- und Hauptschule
  • Humanitäre Gesellschaft Mainz e.V.
  • IG Gaustraße
  • Katholischer Kirchenchor St. Stephan Mainz-Altstadt
  • Musik-Show-Band Mainz-Altstadt `Die Bauern` e.V. 1961
  • Peterschor – Kirchenchor St. Peter 1877 zu Mainz e.V.
  • Verein der Freunde des Staatlichen Gymnasiums am Kurfürstlichen Schloss in Mainz e.V.
  • Verein der Freunde und Förderer der Musica Sacra am Hohen Dom zu Mainz

Die Altstadt wartet mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf. Allem voran dem Hohe Dom St. Martin zu Mainz, dessen evangelisches Pendant die eindrucksvolle Christuskirche an der Grenze zur Neustadt ist. Die älteste Mainzer Kirche ist die Johanniskirche, die am höchsten gelegene St. Stephan mit den berühmten blauen Chagallfenstern. In der Nähe verläuft die Gaustraße, die wegen ihrer Steigung und der im Minutentakt hinaufschnaufenden Straßenbahn „Klein San Francisco“ genannt wird. An ihrem Ende steht das Gautor. Darüber hinaus einen Besuch Wert sind der Schillerplatz mit dem Fastnachtsbrunnen, die Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein, das Kurfürstliche Schloss, der Holzturm, der Eiserne Turm und der Kirschgarten mit seinen hübschen Fachwerkhäusern.

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Impressionen

  • Das Gutenberg-Museum am Mainzer Marktplatz ist eines der ältesten Druck- und Buchmuseen der Welt. Foto: Peter Schlereth
  • Der Erfinder des modernen Buchdrucks, Johannes Gutenberg. Foto: Landeshauptstadt Mainz.
  • Das Mainzer Staatstheater bietet ein abwechslungsreiches Programm. Foto: Svenja Oeder
  • 16) Der Eisenturm erhielt seinen Namen vom bis zum 19. Jahrhundert rund herum stattfindenden Eisenmarkt. Foto: Peter Schlereth
  • Namensgeber des Holztors war der unweit davon entfernte, am Rhein liegende städtsiche Holzstapelplatz. Foto: Landeshauptstadt Mainz
  • Das Mainzer Gautor in der Oberstadt markierte einst den Eingang zur „Landschaft“ (Gau=Landschaft). Foto: Peter Schlereth
  • Der Fastnachtsbrunnen auf dem Schillerplatz. Foto: erge / pixabay
  • Der Wochenmarkt rund um den Dom herum ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Foto: Peter Schlereth
  • Historische Fachwerkhäuser am Kirschgarten. Foto: Peter Schlereth
  • Die 270 Meter lange Augustinerstraße gilt als eine der meistbesuchten Straßen in Mainz. Foto: Landeshauptstadt Mainz
  • Der Rheinstrand versprüht südländisches Flair – ein Platz zum Relaxen, Tanzen und Cocktails-Trinken. Foto: Landeshauptstadt Mainz.
  • Der Dom ist das Wahrzeichen der Stadt Mainz. Foto: Peter Schlereth
  • Die Fenster der katholischen Kirche St. Stephan gestaltete der jüdische Maler Marc Chagall kunstvoll in Blau. Foto: Landeshauptstadt Mainz
  • Fahrgeschäfte entlang des Rheins zur Johannisnacht. Foto: Landeshauptstadt Mainz.
  • Der Mainzer Hauptbahnhof. Foto: Landeshauptstadt Mainz.
  • Das Mainzer Rathaus wurde Ende der 70er von den international bedeutenden dänischen Architekten Arne Jakobsen und Otto Weitling entworfen. Foto: Landeshauptstadt Mainz.