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Christa-Maria Henn-Koethschneider (re.) am Tisch von Ausstellerin Hedwig Zoell. Beide sind am Ende mit dem Erfolg sehr zufrieden. Foto: Helene Braun

Gonsenheim – Die Stimmung im Fränzje ist gut, die Aussteller sind zufrieden. Die achte Auflage des Marktes Kunst & Krempel geht ihrem Ende entgegen. So langsam findet am mehr Gäste am Tresen als an den Ständen. Acht Aussteller, darunter bildende Künstler, haben ihre Werke mitgebracht und so mancher hat in seinem Hausrat nach Krempel, ausgesuchtem Krempel wohlgemerkt, Ausschau gehalten, um ihn im Veranstaltungsraum in der Mainzer Straße 64 an den Mann oder die Frau zu bringen. In gemütlicher, familiärer Atmosphäre bei selbstgebackenen Kuchen, Snacks und Getränken konnten die Gäste zusammensitzen und stöbern.

„Mir ist wichtig, dass Alt und Jung zusammenkommen“, sagt Veranstalterin Christa-Maria Henn-Köthschneider, zufrieden auf die Kuchen blickend, die noch zum Verzehr auf der Theke stehen. Den Kunst- & Krempelmarkt im Fränzje organisiert die Tochter vom „Henne Franz“, den die Älteren noch alle gekannt haben in Gonsenheim, alle paar Monate. Vom ihm und hat Christa-Maria Henn-Köthschneider mit ihren vier Schwestern den Bau geerbt, das „Fränzje“. Im Sommer kann man im Hof sitzen. Ist gerade kein Kunstmarkt, kann man die ehemalige Kneipe mieten.
Elisabeth Schuth ist von Anfang an dabei, eine waschechte Gonsenheimerin, die regelmäßig zu den Märkten ihre Schubkarre mit Altem, Seltenem oder Praktischem heranfährt. Christa-Maria Henn-Köthschneider, selbst Grafikerin und Malerin und im Hobby noch mit Schmuckdesign beschäftigt, bietet Bohoschmuck an. Silber, Edelsteine und echtes Leder sind die Zutaten dafür. Geweihe veredelt sie mit Blattgold und zu ihren expressiven Bildern sagt sie selbst: „Ich liebe Farben.“ Auch Motive aus Gonsenheim sind darunter.

Farben findet man auch bei Hedwig Zöll. Zum Hineinbeißen in grün, orange und gelb präsentiert ein modernes Stillleben eine freundliche Auswahl an Früchten. Blumen gespachtelt, so dass die Struktur zum Greifen nah erscheint, zeigen eine etwas andere Ansicht von Tulpen oder Pfingstrosen. Raffaels Engel, eines ihrer Lieblingsmotive, hat sie „neu inszeniert“. Auch Schmuck bietet Hedwig Zöll an, selbst gemacht aus Süßwasserperlen, Kristallen und Quarzsteinen, die Schmuckelemente von Hand vergoldet. Gegen Ende sagt sie: „Ich bin echt zufrieden.“
Nur ein Mann unter den acht Ausstellern findet sich. Es ist Dennis Stanko aus Hechtsheim, der sich der Pop-Art und Street Art verschrieben hat. Im Kontrast zu einem riesigen Bob Marley-Porträt sieht man bei ihm Wingertsknorze und Reben in frischen Farben.

Soziale Einrichtungen haben übrigens Gelegenheit, sich während der Nachmittag im Fränzje vorzustellen, ohne Standgebühr, das Soziale ist Henn-Köthschneider wichtig. An diesem Tag war es die GPE, die sich präsentierte. Der Termin für den nächsten Kunst- & Trödelmarkt steht schon fest. Es ist der 12. Mai. Weitere Infos und Anmeldung unter www.fraenzje.de.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.