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Als Clowninnen in Gelb und Blau grüßen die Landfrauen mit Helau. Foto: Elke Fauck

FINTHEN – Fast wäre es am Fastnachtsonntag in Finthen zum Drama gekommen. Erst 16 Minuten vor dem offiziellen Beginn des größten Vorortumzugs gab die Polizei ihr Okay, dass der närrische Lindwurm tatsächlich starten darf. Ein Bauzaun in der Poststraße beim Rewe-Parkplatz war abgeschlossen und versperrte einen wesentlichen Fluchtweg. Dies wurde von den Sicherheitskräften beanstandet und somit keine Starterlaubnis für den Fastnachtsumzug erteilt. Zugmarschallin Michaela Scheitinger konnte nach zahlreichen Telefonaten eine Person auftreiben, die die „Schlüsselgewalt“ über den Bauzaun hatte, und alle Finther und auswärtige Zugteilnehmer und Besucher konnten aufatmen.
Das diesjährige Motto des Finther Zuges bezieht sich auf das derzeit nicht benutzbare Bürgerhaus und die Gastfreundschaft des Nachbarorts, da die Finther Vereine ihre Sitzungen in Drais abhalten konnten.

Der SKTC (Schwell-Kopp-Träscher-Club) hatte im letzten Jahr im Rahmen der Nachwuchsförderung zu einer Bastelaktion aufgerufen und mit den Kids Kinderschwellköpp gebastelt. Auch hiervon konnte man einige Exemplare in Finthen zwischen ihren großen Vorbildern bewundern. Die Landfrauen grüßten als Clowninnen in Gelb und Blau.Der Aubach muss wohl ein großer Strom sein, denn gleich drei Zugnummern kamen als Finther Matrosen. Das Komitee des Draiser Carneval Clubs rollte in einem riesigen, sehr schön gestalteten Obstkorb durch Finthen, während der Luftfahrtverein u.a. auch mit dem Flugzeug die Finther Lebensfreude eroberte. Die Mitglieder des Radfahrervereins 1905 Finthen e.V. rollten mit Einrad, Zweirad und sogar mit einem Schlitten, der mangels Schnee Rollen unter den Kufen hatte, durch den gebirgigen Vorort. Mit ihren vielseitigen Gruppen nahmen die Finther Freiherrn und Freifrauen einen beachtlichen Teil des Zuges ein.
Trotz gegenseitiger Seitenhiebe zwischen Finthen und Gonsenheim, ließen es sich zahlreiche Mitglieder der Gonsenheimer Kleppergarde nicht nehmen, an der Finther Lebensfreude teilzuhaben. Mit den“Rhoirevoluzzern“ und den „Level Lots“ waren zwei weitere Guggemusik-Gruppen mit von der Partie.

Die Volksbank Alzey-Worms, Niederlassung VR-Bank Mainz, ist Hauptsponsor des närrischen Lindwurms, der sich nun zum 64. Mal durch Finthen schlängelte. Beim anschließenden Empfang in den Räumen der Bank begrüßte Vorstandsmitglied Tobias Schmitz zahlreiche Ehrengäste gekonnt in Versform. Volker Conradi, erster Vorsitzender des FCV, betonte, dass der Zug ohne Unterstützung der Bank nicht mehr möglich wäre. Sowohl Conradi als auch Ortsvorsteher Herbert Schäfer brachten zum Ausdruck, dass dringend an der problematischen Situation seitens der Zuschauer im Bereich Poststraße gearbeitet werden müsse.

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Elke Fauck
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.