Die Altrheinstromer auf Frauensuche. Foto: Elke Fauck

MOMBACH – „May sitzt wie Miss Sophie an der Brexit-Tafel, doch Juncker spielt nicht James“, war der Kommentar des närrischen Oberkellners Axel Zimmermann. Der Protokoller nutzte die närrische Rostra, um seine Kritik an der gesamten Weltpolitik zum Ausdruck zu bringen.
Marian Butschers Jugend liegt weit zurück, wie er gestand, denn er wurde 18. Der pfiffige Jugendreporter bezeichnete seinen Opa (Bernhard Knab) als Fastnachtsgreis, den Schönheitschirurgen als Faltenbügler und eine Ü40-Party als Mumienhopse.
Hetz-acteur Rüdiger Schlesinger hätte anstatt Jamaica eine Sahara-Koalition bevorzugt, bei der alle in die Wüste geschickt werden. Ernst Lustig, der im bürgerlichen Leben Jürgen Wiesmann heißt, fürchtete schon, als Best-Ager künftig mit einer Oma ins Bett gehen zu müssen. Doch als er zu Weihnachten seiner Tochter einen Kinderwagen schenkte, klärte sich das Missverständnis auf.
Bernhard Knab mit Rasta Locken? –  Der Deutsche Michel zeigte damit seine Trauer um Jamaica, da er so gerne den Rum genossen hätte. Da jedoch der Traum geplatzt ist, tauschte er wieder die Perücke gegen seine Zipfelmütze. Nun nahm der Redner, der seit 40 Jahren keinen Politiker verschont, die Missstände der gesamten Politik kritisch ins Visier. „Gefährlich ist an dieser Stell, Trump denkt sehr langsam, handelt schnell.“
Keiner versteht die Jugend besser als Jugend-Experte Mathias Jung. Ehemalige Floskeln übersetzt er in die neudeutsche Sprache. „Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst…“ heißt heutzutage: „Solange du mein WLAN benutzt…“.
Martin Heininger und Christian Schier vom GCV gestalteten ihren Vortrag so aktuell, dass er selbst beim Betreten der Bühne noch nicht feststand. Ein aktuelles Thema waren die „Feg-news“, wofür sie auch einen Besen mitbrachten.
Die Schnorreswackler vom GCV unterwanderten ihren Heimatstadtteil im wahrsten Sinn des Wortes, indem sie sich im Keller einer Pizzeria als Mafiosi niederließen. Auch mit weiteren Gesangsgruppen und Solisten war die Sitzung musikalisch sehr gut versorgt. Die Altrheinstromer waren auf Frauensuche, Oliver Mager feierte nach dreijähriger Fastnachtsabstinenz sein Comeback, Peter Rösch brachte das Publikum zum Schunkeln und last but not least läuteten die Mainzer Hofsänger das Finale ein. Der souveräne Gesangsauftritt des Zwölfjährigen Julian Krost beruhigte den Vereinspräsidenten Friedhelm Krost, dass er zumindest mit seinem Enkel für die Zukunft der Eulenspiegel gesorgt hat.
Fit for Dance vom TV Finthen und die Ballettgruppe des TV Strinz-Margarethä ließen die Bühne in vollem Glanz erstrahlen.

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Elke Fauck
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.