Der 18-jaehrige Can Celik und Konrektor Steffen Lamb trafen Ministerpraesidentin Malu Dreyer beim Ovalen Tisch des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Foto: red

Gonsenheim – „Ein komisches Gefühl zwischen Aufregung und Panik der Ministerpräsidentin gegenüber zu stehen und mit ihr zu reden!“, beschreibt Can Celik seine Begegnung mit Landesherrin Malu Dreyer. Der 18-Jährige besucht seit 2010 die Kanonikus-Kir-Realschule Plus und auch seit Schuljahresbeginn den Fachoberschulzweig. Somit hat der junge Erwachsene schon viel Erfahrung auf seiner Schule gesammelt, weshalb er zusammen mit Konrektor Steffen Lamb als Vertreter zum Ovalen Tisch entsendet wurde.

Hier versammelten sich Minister und Staatssekretäre zusammen mit den wichtigsten Partnern aus der Wirtschaft, den Gewerkschaften, Kammern, Verbänden und Vereinigungen, sowie der Bundesagentur für Arbeit, um die neu erarbeitete Landesstrategie zur Fachkräftesicherung feierlich zu unterzeichnen. In einem Fallbeispiel zwischen Schüler, Schulleiter, Auszubildenden und Arbeitgeber wurde aufgezeigt, welche Impulse sich Schule, Wirtschaft und Politik in einer künftig verbesserten Zusammenarbeit im Bereich der Berufsorientierung wünschen, um den herrschenden Fachkräftemangel mit gut ausgebildetem Nachwuchs, der seine Potenziale nutzen und Kompetenzen ausbauen kann, gezielt abzubauen.
Für die Kanonikus-Kir-Realschule Plus und Fachoberschule ist die Einladung einerseits eine Bestätigung der bereits guten und vielfältigen Arbeit in der Berufsorientierung und den schuleigenen Konzepten. Schülerinnen und Schüler der Praxisklassen erfahren neben der Schulbildung direkt Einblicke und Erfahrungen in die Berufswelt in ihrem festen Praktikumsbetrieb. Bei der Berufsfindung unterstützen weiterhin Berufsberater, Berufseinstiegsbegleiter, Jobfüxe und die Strahlemann-Stiftung mit einer Talent-Company.

Doch andererseits fehlen hier oft die notwendigen Räumlichkeiten und Ausstattung, sodass Konrektor Lamb nach einem Gespräch mit Bildungsministerin Fr. Dr. Hubig auf Unterstützung bei der baulichen Umgestaltung, um den von Politik und Wirtschaft geforderten Auftrag möglichst gut umsetzen zu können, hofft. Bietet doch gerade die Kanonikus-Kir den jungen Menschen umfassende Chancen und Perspektiven. „Für mich war es der perfekte Schritt, nach meinem Realschulabschluss auch hier die Fachoberschule zu besuchen. Einen besseren Weg hätte es für mich nicht geben können!“, bestätigt Can Celik.
Auf dem angestrebten Weg zum Bankkaufmann absolviert er seine Praktikumszeit, die dem ersten Ausbildungsjahr eines Azubis gleicht, bei der Nassauischen Sparkasse in Wiesbaden und hat sehr gute Chancen mit Erreichen der Fachoberschulreife dort direkt einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Der Werdegang Cans, der auch einmal eine Extrarunde drehen musste, um später doch einen Notendurchschnitt mit guter Gymnasialempfehlung zu erreichen, zeigt deutlich, dass man der Schulart Realschule gerne wieder mehr Vertrauen schenken und in sie investieren darf.

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