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Die beiden Jazzmusiker Jens Bunge und Andreas Hertel sind ein eingespieltes Team. Foto: Elke Fauck

GONSENHEIM – „Das Klavier des kleinen Mannes“, wie die Mundharmonika gelegentlich genannt wird, ist – sofern derjenige der das Instrument spielt Jens Bunge heißt – bedeutend mehr als die landläufige Meinung verkündet. Der berühmte Jazzmusiker und Komponist der Abspannmusik der „Sesamstraße“, Jean Baptiste „Toots“ Thielemans, der 2016 im Alter von 94 Jahren in Brüssel starb, galt als Mundharmonika-Virtuose von Weltrang. Bunge war so sehr davon fasziniert, dass er sich ebenfalls sehr hohe Ziele im Bereich Jazz mit dem seit 1820 im deutschen Sprachraum verbreiteten Instrument setzte. Derzeit ist der Frankenthaler häufig in Asien, wo die Mundharmonika den Stellenwert unserer Blockflöte hat, sehr erfolgreich unterwegs. Aber auch auf dem restlichen Globus ist Bunge kein Unbekannter.
Der Jazzpianist Andreas Hertel, mit dem Bunge gemeinsam die Matinée in angenehmem Ambiente bestritt, studierte u.a. an der Musikhochschule Mainz Jazzpiano und arbeitet als Klavierlehrer und Komponist in Wiesbaden. Seine aktuelle CD „Keeping the Spirit“ (mit Stargästen) wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik 1/2016 nominiert. Zu Hertels zahlreichen Eigenkompositionen gehört u.a. ein Samba, mit dem das Duo die Besucher des Jazzfrühstücks begeisterte. Ebenso wurde „A Day without a Date“, ebenfalls aus der Feder des Jazzpianisten, von den beiden Musikern sehr eindrucksvoll dargeboten.
Berühmte Jazzstücke wie „SnoPeas“ von Phil Marcowitz, von dem eingespielten Team gekonnt präsentiert, beeindruckte das Publikum genauso wie die zahlreichen Werke aus Hertels Feder.
Wer das Konzert der besonderen Art in Gonsenheim verpasst hat, der kann die beiden einschließlich der weiteren Bandmitglieder Lindy Huppertsberg und Jens Biehl am 18. November 2017 um 20 Uhr im Jazzklub Rödermark hören.

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Elke Fauck

Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.