Die Jugendfeuerwehren der VG Rhein-Selz kamen in Mommenheim zum Wettbewerb zusammen. Foto: red

MOMMENHEIM – „Vorne rechts, hinten ein bisschen links, und jetzt alle zusammen geradeaus.“ Jan sitzt auf einer Krankentrage und dirigiert seine vier Träger durch einen Hindernisparkour. Sein Problem – die vier Träger haben alle die Augen verbunden und müssen sich im wahrsten Sinne des Wortes blind auf ihn verlassen. Hochkonzentriert gehen die fünf ans Werk, Schritt für Schritt tasten sie sich vorwärts. im Hinterkopf tickt trotzdem die Uhr – schließlich wollen sie möglichst schnell das Ziel erreichen.

Der Hindernisparkour war nur eine von zehn Stationen, die die Jugendfeuerwehr-Mannschaften beim VG Spieletag in Mommenheim absolvieren mussten. Dabei wurde nicht nur Feuerwehr-Fachwissen und Können abgefragt,  sondern auch Teamarbeit und Kooperation war erforderlich.

Und an jeder Station mussten die Gruppen neu überlegen, wen sie aus ihrer Gruppe für die Prüfung nominieren. Nicht immer waren die Größten und Stärksten die beste Wahl, beim Fädeln eines Seils durch die Hosenbeine waren die Kleineren klar im Vorteil. „Die Kinder sollen einen schönen Tag bei uns verbringen, und nebenbei lernen, dass man nur als Team gewinnen kann.“ nennt Daniel Kastor, Jugendfeuerwehrwart aus Mommenheim, einen Grund, den Tag zu organisieren.

So machten sich die Gruppen morgens mit Wimpel, Karte, Bollerwagen oder Rucksack ausgerüstet auf zu ihren ersten Stationen. Sie hatten fünf Stunden lang Zeit, die Mommenheimer Gemarkung zu erkunden und die Stationen zu finden. Zur Mittagszeit war für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt, Eltern von Jugendfeuerwehrmitgliedern hatten für alle Lunchpakete gepackt, die pünktlich an die Stationen geliefert wurden. Getränke standen darüber hinaus an jeder Station immer zur Verfügung, um bei sonnigem Wetter den Tag gut zu überstehen.

Neben dem Wanderpokal der VG für die beste Gruppe wurde bei der Siegerehrung, unter den Augen von Wehrleiter Edwin Mader und Werner Popper als Vertreter der Ortsgemeinde, auch der Fairnesspokal überreicht. Mit der JF Oppenheim wurde die Gruppe durch die Wertungsrichter ausgezeichnet, die sich an den Stationen durch gute Zusammenarbeit und faires Miteinander besonders hervorgetan hatte. Der Wanderpokal für den Sieger konnte erstmalig in Mommenheim verbleiben.

„Neben dem gelungenen Ablauf ohne Komplikationen und dem positiven Feedback der teilnehmenden Gruppen freut mich der Sieg natürlich besonderes“ resümiert ein am Ende entspannter Daniel Kastor und freut sich auf die Neuauflage, um den Titel zu verteidigen.

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