Hunderte von Bildern gingen ein, eine Auswahl davon ist zurzeit im ZMO ausgestellt. Foto: Helene Braun

Bretzenheim – Neue Früchte der Kooperation zwischen ZMO Mainz und dem Frankfurter Verein Karolinenhof Welt e.V. konnte man jetzt im ZMO in Bretzenheim bewundern. Panta rhei – Alles fließt heißt ein gemeinsames internationales Projekt, in dessen Rahmen der Malwettbewerb „Ich liebe Wasser“ ausgeschrieben wurde. „Fast genau zwei Jahre ist es her, dass wir hier die Ausstellung Panta rhei eröffnet haben“, erinnerte sich Kulturdezernentin Marianne Grosse, die zusammen mit der Generalkonsulin der Republik Serbien, Aleksandra Djordjevic, die Schirmherrschaft übernommen hat. Der Ausstellung mit erwachsenen Künstlern fand nun ihre Fortsetzung mit Kindern.

Sie sollten sich Gedanken machen, was das lebensspendende Element für sie bedeutet und es malen. Hunderte von Bildern gingen ein, eine Auswahl davon, die der Preisträger, sind zurzeit im ZMO ausgestellt. So griffen Kinder und Jugendliche aus Mainz, Frankfurt und der Umgebung mit ihren unterschiedlichen Lebenserfahrungen dieses Motto auf und gestalteten mit den unterschiedlichsten Techniken ihr Verhältnis zum Wasser. Grosse stellte den Bezug her zwischen Mainz und Belgrad, zwischen Rhein und Donau. „Seit der Ausstellung hat sich das Projekt weiterentwickelt. Wie das Wasser sucht sich die Kunst immer neue Wege – auch junge Menschen zu begeistern“, so Grosse.

Dieses auf immer neue Weise zu zeigen und dabei auch immer wieder Grenzverschiebungen zu initiieren, das sei das Anliegen des Projektes, sagte Karolina von Karlo Kampos, Vorsitzende von Karolinenhof Welt e.V. Bei der Preisverleihung gab sie bekannt: „Die Preise sind so gestaltet, dass die Kinder sofort wieder mit dem Malen anfangen können.“ Leinwand, Farben und Pinsel erhielten dann alle Preisträger.

Jutta Hager, Geschäftsführerin des ZMO Mainz, sagte: „Wir verstehen uns als Dienstleister an den Menschen und an der Kunst. Oft behandeln wir die Dinge, die wir am meisten brauchen, so, als würden wir sie nicht brauchen“, so Hager zum Element Wasser und der Selbstverständlichkeit, mit der die Menschen die ständige Verfügbarkeit hinnehmen.“

Die Kinder hatten großenteils die Farbe Blau als Hauptfarbe für ihre Bilder gewählt, die Kleineren bildeten ihre Märchenwelt ab, die größeren bezogen sich auf die Gefahren, denen das Wasser ausgesetzt ist durch Verschmutzung und Umweltgifte, andere hatten Erlebnisse dargestellt. Angeregt durch die Worte der Kulturdezernentin, die die Flüsse als verbindendes Element unter den Städten und Menschen dargestellt hatte, sagte Hager: „Wie nehme ich in meiner Stadt meinen Fluss wahr? Das könnte ein Thema für nächstes Jahr sein.“ Die Pianisten Vladlena Porozki spielte passend einen Satz aus der „Moldau“ und das Potpourri „An der schönen blauen Donau“.

Teilen
Vorheriger ArtikelGrundschüler der Marc-Chagall-Schule zeigten ihr Können im Projektzirkus Casselly
Nächster ArtikelDie lieben Gewohnheiten
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.