Barbara Petermann und Sabine Flegel eröffneten mit Hans-Walter Sans den verkaufsoffenen Sonntag. Foto und Fotostrecke: Helene Braun

Gonsenheim – Petrus zeigte sich Gonsenheim und seinem Gewerbeverein durchaus gewogen beim nunmehr 13. Erdbeerfest. Stürmte und regnete es noch den Tag und die Nacht davor, konnte man samstags bei mildem Wetter das Programm genießen. Der verkaufsoffene Sonntag dagegen präsentierte sich in strahlendem Sonnenschein. Ein Künstlermarkt, größer und vielfältiger als je zuvor, belebte die Pfarrer-Grimm-Anlage, dort wo Ortsvorsteherin Sabine Flegel und Barbara Petermann, die Vorsitzende des Gewerbevereines, das Stadtteilfest eröffneten, das sich nicht nur im Ort großer Beliebtheit erfreut, sondern auch weit über die Grenzen hinaus Besucher anlockt. Der starke Partner Gewerbeverein mit seiner Vorsitzenden und ihrem Stellvertreter Rainer Schenk ist seit einigen Jahren für die Organisation zuständig, Vereine wie die Gonsenheimer Kleppergarde sorgen für die Infrastruktur und den Aufbau. Auch Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte ließ es sich nicht nehmen, dem Erdbeerfest einen Besuch abzustatten.

Das Könighaus

Bei schönstem Wetter hielten hier auch die Erdbeermajestäten Hof, Königin Miriam I. und Erdbeerprinz Marcel. Unter Moderation von Sabine Flegel konnte man ein tolles und vielfältiges Bühnenprogramm erleben. Nebenan auf dem Juxplatz startete die schon traditionelle Erdbeerkerb. Ein Jahr noch wollen die Erdbeerhoheiten, Miriam Simon und Marcel Wabra, der mit 16 Jahren im Amt gestartet, jetzt 19 Lenze zählt und bereits studiert, den Stadtteil auf Festen in Rheinhessen vertreten. Dann aber sei es genug, sagten sie der Lokalen Zeitung. Viele schöne Erinnerungen werden sie mitnehmen, von Menschen, die sie kennenlernen durften, von rauschenden Festen, dem Ingelheimer Rotweinabend, dem Rosenmontags- und dem Gonsenheimer Rekrutenumzug oder dem Heidesheimer Erntedankumzug und vielen Veranstaltungen mehr.

In Nieder-Hilbersheim wurden sie zusammen mit dem Bretzenheimer Königshaus sogar Sieger im Strohballenrollen. Vor allem die Kinder drängten sich um das erdbeerrot gekleidete Paar, die Autogrammkarten wechselten schnell und häufig die Besitzer. Ortsvorsteherin Sabine Flegel äußerte sich zwischen zwei Ansagen: „Ich bin sehr zufrieden, es ist alles sehr gelungen:“ Über mangelnde Kundschaft konnten sich weder die Aussteller auf dem Künstlermarkt noch die professionellen und Vereinsstände mit Essen und Trinken beklagen. Voll besetzt waren die Tische zu den Hochzeiten und abends ließen Bands es so richtig krachen.

Der verkaufsoffene Sonntag

Die Geschäfte der Breiten Straße und ihrer Nebenadern hatten sich sonntags alle erdbeerfein gemacht und warteten mit unterschiedlichen und auch manch fantasievollen Aktionen auf. Da schmeckte die Erdbeerbowle des Fördervereins der Gleisberg-Schule auf dem Josef-Ludwig Platz gleich noch einmal so gut, insbesondere, wenn man sich vorher mit einem Stück Flammkuchen gestärkt hatte. Hier eröffnete auch die Gewerbevereinsvorsitzende Barbara Petermann mit Ortsvorsteherin Sabine Flegel und Moderator Hans-Walter Sans den verkaufsoffenen Sonntag.

Foto Marschall beispielsweise hatte mit der Digitalisierung von allem was einst analog gespeichert wurde, ein Bedürfnis der Zeit erkannt. Fritzi Stelzer, Goldschmiede Gonsenheim, bot wieder den beliebten Silbergieß-Workshop an. Viele Geschäfte machten mit Rabattaktionen auf sich aufmerksam und schmückten ihre Läden erdbeerfantastisch. Ob im „Allerhand“ die Tassen, Kerzen, Servietten mit Erdbeermotiven bedruckt waren oder Café Nolda Erdbeerkuchen und Erdbeersahne bereit hielt oder Visuell Augenoptik den Stand der Kita Sandflöhe vor der Tür hatte, die Erdbeermarmelade und andere Köstlichkeiten verkaufte, die Auswahl war riesengroß, an diesem Tag Amüsement und Shoppen in Einklang zu bringen. Die Tagespflege „Pflegezeit“ hatte eine riesige Carrera-Bahn aufgebaut, und viele machten hier Halt.

Nicht minder attraktiv gestaltete sich das Bühnenprogramm auf dem Josef-Ludwig-Platz. Musikalisches und viel Sportlich-Tänzerisches fand man hier zum Anschauen und auf dem Platz zum Mitmachen wie bei Fit und Fight. Von der evangelischen Kirche nahe dem Josef-Ludwig-Platz startete sonntags der Festumzug mit Musikgruppen und die Majestäten rund um Mainz machten ihre Aufwartung aus den Cabrios grüßend. Im Nachhinein kam hier Kritik aus Finthen. Dass der Auto- und Straßenbahnverkehr während des Festumzuges weiterfloss, sieht der Finther Ortsvorsteher Herbert Schäfer mehr als problematisch.